Valfontane 33 – My PERSONAL and FAMILY & FRIENDS Project

22. Dezember 2019

26.12.2019 – Das ist also der erste Blog Eintrag :

Pustekuchen!

Es ist der zweite Versuch eines Eintrages hier, jetzt ist es zehn vor Zwei und da war es noch Freitag, ich fange also um Mitternacht nochmals von vorne an diesen Eintrag zu befüllen, mein erster persönlicher Blog-Beitrag. Wie konnte es es anders sein, ich hatte diesen vergessen rechtzeitig zu speichern und mein Eingabegerät hat sich zwar nicht ganz ohne Vorwarnung, aber mangels ausreichend Ladung mit einem schwarzem Bildschirm verabschiedet. So waren Minimum eine Stunde Gedankengut für die Katz und ich lerne die Revisionsproblematik der unzähligen Blogger, aber auch Programmierer da draußen zu begreifen. Tatsächlich waren es über zwei Stunden Arbeit.
Aber was sind schon zwei Stunden Zeit auf ein ganzes Leben gesehen.
Nun, also doch am offenen Herzen operiert, das wollte ich eigentlich vermeiden, ist es doch passiert. Ich lerne die Anweisungen und Tipps von WordPress zu verstehen, aber Übung alleine macht noch keinen Meister. Mein Verstand ins noch Welten entfernt, die WordPress Philosophie zu verstehen, und empfindet Anweisungen und Tipps teils noch sehr verwirrend.
Der Weg ein passabler Blogger zu werden, komplexe Gedankenfetzen niederzuschreiben war nie so mein Ding, daher verwalte ich seit Jahren eine Mindmap, dich unregelmäßig mit Ideen und Geitesblitzen füttere. Zurück auf dem steinigen Weg und seinem Bestreiter, ein einsamer Chirurg ohne Helfer. Ich habe den Tupfer und die Zeit vergessen, vor allem das Tutorial zu studieren. Garbage in – Garbage out. Mal sehen, ob ich mit der Garbage Collection zurecht komme und den Rollbacks auf alte Revisionen.
Zum Glück geht es hier nicht um Leben oder Tod liebe Leser, sondern, wenn überhaupt um verlorene Zeit, wenn es die überhaupt gibt.

Jetzt aber Avanti.
Es ging beim ersten Versuch, so verriet mir mein Kurzzeitgedächtnis, um den Ausblick nach Süden oder sonst wohin, diesen ersten Blick durch ein beidseitig nach innen geöffnetes, fürchterlich marodes Fenster in alten Gemäuern auf eine satte in grün und grau und braun getauchte sanfte Landschaft, auf abgesoffene Felder und vollgesottene Wiesen, überschwemmte Wege und Senken, über durch den Sturm und strömenden Regen entstandene Seen, so wie Blicke auf den nahegelegenen Golfkurs Adriatic. Seine Lage und Architektur hat mich im Spätsommer 2017 so beeindruckt hat, daß ich gleich zu Beginn meiner ersten Bekanntschaft nach Sonnenaufgang vor lauter Faszination und Schönheit geblendet auf einer Trockenmauer abgerutscht bin und mein linkes Schienbein derart aufgerissen hatte, das mir nichts anderes übrig blieb, Halfway gleich zwei Bier zur Schmerzlinderung zu trinken. Die hinteren Neun waren dann noch schöner, mein Spiel tendenziell schlechter. Also liebe männlichen Leser, das Schöntrinken von Frauen und Golfplätzen funktioniert gleichermaßen oder auch nicht, und selten zum Erfolg.
Themenwechsel: Der feuchtwarme, starke Südwestwind heisst Yugo, dieser soll sich tückisch den Menschen auf See und dem Festland entgegenstellen und kommt meist mit viel Krach und Pramborie daher.
Hier im Nordwesten hat er die Tage und Nächte zuvor insbesondere der Bora Bora die kalte Stirn geboten und die Ruhe gestört, die hier in den Wintermonaten bei Hoteliers und Gastronomen meist überwiegt.
Die Gegend um Savudrija, aber auch ganz Istrien hat viele Gesichter, die ich einige Jahre und Monate zuvor alleine reisend, aber auch mit meiner Familie mehrmals kennen lernen durfte.
Entspannung für die Gemeinde, die auch dringend benötigt wird um daraus Kraft zu schöpfen, Pläne umzusetzen, um es den zahlreichen Gästen aus aller Welt ab Frühling wiederum so schön als möglich zu machen.

So kommt jetzt zunächst also die Winterzeit, die den hier lebenden Menschen zwischen Adria und der Kvarner Bucht das zu ermöglichen, was von Frühjahr bis Herbst kaum möglich war, sich dem Schönen zu widmen, seine Träume zu verwirklichen, zu planen und werkeln, aber auch dem eigentlichem Beruf nachzugehen aber besonders den Familien, die mitunter sehr groß und verstreut sein können und den Kindern die Aufmerksamkeit zu schenken, die Sie verdient haben und in der Hochsaison vermissen ließen. Während der langen Sommersaison packt jeder an, und es werden Saisonkräfte aus den Metropolregion angeheuert, wie auch Sardinenfischer z.B. aus Krk, quasi im StandBye Modus in der Hochsaison mehrmals die Woche auf Einsatz auf hoher See warten. Die tüchtigen Seeleute, warten bis 16:00 Uhr meist zuhause die Deadline ab um rechtzeitig mit Ihrem Auto auf gut ausgebauten Fernstraßen die Trailer in den Fischhäfen wie Vrsar rechtzeitig erreichen, bevor es am Abend raus aufs Mittelmeer geht.
Der Yugo, so erzählen es die Einheimischen kommt immer seeseitig, bringt böigen, heftigen Wind, hohe Wellen und meist warmen Starkregen, um sich dann zuweilen mit der Bora von Nordwesten kommend anzulegen. Die nervösen Skipper und erfahrenen Schiffsingenierure hängen am Smartphone und beobachten die Wolken und sind mit einem Auge am Wetterradar, wie zuweilen ich in München, bevor ich die früh morgendliche Golfrunde antrete und danach ich ins Büro starte oder Termine in ganz Europa wahrnehme.
Bin ich im bereits im Stau auf der Autobahn oder sitze im Flieger dann ist der Spuk für die Fischer längst vorbei und Sie schlafen längst in Ihren Kojen, bevor es ab Zwölf mit dem Frühschoppen wieder in die Blue Bar geht.
Der Yugo, zuweilen auf landeinwärts drehend ist aber auch tückisch auf See, besonders für die Segler und Fischer. Aber auch auch die Bora Bora, wenn sie deutlich abgeschwächt aber kalt hier im norddwestlichen Zipfel und östlichen aus den Bergen daherkommt. So braut sich in vielen Küstenabschnitten Kroatiens immer etwas was zusammen. Mit Saus und Braus wie seine begeisternden Fans in fast allen Sportarten.
Autsch, das klingt nicht gerade nach Romantik und Einklang. Ein paar Bewegtbilder und Bilder zum Beweis werde ich später noch hinterlegen.
Was es hintergründig mit Emotionschwankungen und Frenetik und diese wiederum mit Yugo und Bora eben historisch mit den Wetterkapriolen auf sich hat, muss ich später noch näher erfragen oder tiefer nachhaken. Sie werden vielleicht hier erfahren, oder aus Geschichtsbüchern, was da genau dran ist, werden ich recherchieren oder du mir deine Erfahrung und dein Wissen teilen.

Und was Seemannsgarn mit dem Schreiben zu tun hat, möchte ich dann kurz erläutern und warum meine angestammte Heimat Oberschwaben nennenswerte Künstler und Dichter hervorgebracht hat, und was das wiederum mit Istrien zu tun hat.

Das und noch mehr, z.B. weshalb die Deutschen hier oft Schwaben genannt werden, das sollt Ihr hier erfahren und Lesen dürfen. Fabulieren und vom Hundertsten in Tausendste kommen, das ist es, warum ich morgens so gerne die Natur und die Ruhe genieße, sei es bei einer Runde Golf oder lesend, energetisch geladen die angesammelten Genitive aus dem Hinterstübchen in Taten umsetze, beruflich wie privat, meist strukturiert unstrukturiert.
Die entstandenen Fragmente aus Ideen, Erfindungen und Patente – Worte , Texte , Zitate aus den zahlreichen Repositories und Speichermedien habe ja quasi in der Schublade, in meiner Mindmap abgelegt, so recherchiere ich täglich fast rastlos aufs Neue und die Bilder im Kopf weisen mir den Weg aber ohne genaues Ziel.
Jedoch mit den gesammelten Schallplatten, Fotos und Büchern aus alten Tagen lassen sich die Bilder im Kopf hoffentlich bald in Geschichten münden, wie ein Fluss der am Ende ins Schwarze Meer oder in die Nordsee mündet und sich verliert, wie das Wasser, das wir täglich lassen, verdunstet oder sich in eine bestimmte Richtung verdünnt, wenn Mann über der Europäischen Wasserscheide stehend, von den Winden tragend das nicht mehr so heilige Wässerchen mit etwas Druck in die eine oder andere Richtung befördert.
Roberto Begnini, der einst „himmlische“ Teufel lässt grüßen.

So soll auch die auch Chronik vom Weiler Valfontane 33 entstehen, aber auch um die Geschichte um Savudrija und seiner Entstehung erzählen.
Das und noch mehr interessiert nicht nur mich, sondern bald auch meine Gäste im Ferienhaus das in Valfontane neu entstehen soll, und wie das alles dazu kam auf der Zeitreise dahin, das sollt Ihr irgendwann lesen. Für Fantasie kritische, freue mich irgendwann Fakten zu schaffen.

Ich hoffe Mara und Riki , die Vorbesitzer helfen mir dabei, sodass ich mir die Gänge zu den historischen Archiven der zuständigen Behörden und Museen, zwar nicht ersparen, aber eingrenzen kann.

Italienisch, Kroatisch und Slowenisch – Fast Zero.
Wir waren bei Hunden und Katzen, die vom Himmel fallen, einer Graziösen bosnischen Witwe, deren sehr netter Sohn im roten Jumpsuit, einer sehr gebildeten zum zweiten Mal schwangeren jungen Nachbarin, von Mario Gomez´ ehemaligen Rückennummer, von Karma und dem kalten Schweiß bei Brane und seinem Geschick Blockaden zu lösen und das Blut wieder in Fluss in die fast tauben Fußspitzen zu bringen, von Synapsen, die die Verbindung von Festplatten und Fingerspitzen schaffen, einer Apothekerin und einer Frisörsalonbesitzerin, einem FlixBus Fahrer, einer graziösen ZahnarzthelferIn mit bosnischen Wurzeln und einem charmanten Segler, Piloten und Harpunisten, der vom Vermittler zum Projektbegleiter und Freund wurde, und der mich jederzeit in Trieste oder Rijeka dem Flieger abholen käme, wenn es notwendig werden sollte.

Aber wir waren beim ja beim Wind, dem Yugo, dessen Hinterlassenschaft durchs Fenster zu sehen ist, die Nässe ins Haus aber satte Farben im Winter in die Landschaft und dem Himmel zaubert.


Durch die zum Lüften geöffneten Fenster zieht es, aber auch durch alte Haustüre dringt Wasser, aber verdrängt nicht den guten Geist und die Seele von Valfontane 33.

So verblieb ich auch mit der jungen Nachbarin mit den feinen Gesichtszügen, soweit möglich die Historie des typisch istrischen Steinbaus zu erhalten, nur der Hausschlüssel, er war hinterlegt an einem gesicherten Ort wird irgendwann ersetzt und dieser darf sich im Sommer 2020 einem Schloß in einer Tür erfreuen, die er kennt, wo er trocken bleiben kann, so wie in der Dezemberwoche, als ich Ihn erstmals an einem Sonnenanhänger aus Schaumstoff vorfand und meine erste eigene Haustüre öffnete, um das bescheidene Haus erstmals alleine zu betreten und und und…

..ja, mich noch ungewohnt unsicher darin bewegte, mich langsam bei schalen Licht, wie in einem kleinen Historischen Museum, etwas gespenstisch begleitet und surreal fühlte. Alles war so speziell und irgendwie doch neu, und doch so als wäre gestern noch jemand da gewesen. Auch die zahlreichen Bilder an der Wand kamen mir lebendig vor und bunte Ansammlungen von altem Möbel, Wohnassessoirs und vielen flohmarktverdächtigen Habseligkeiten begeistern dann doch und dabei viel Krimskrams läßt einen Schmunzeln und darüber nachdenken, wie es wohl gewesen sein mag, als Mara hier bewegte Zeiten erleben durfte, Besuch von Ihrer bosnischen Verwandtschaft bekam und die zahlreichen Kinder im Garten spielten mit Ihrem viel zu früh verstorbenen Mann und Ihrem Sohn Riki und seiner Cousine, die heutige Frau von Emil.
Alles bevor die Drei aus gutem Grund Ihr neues Haus in der Nachbarschaft gebaut und bezogen haben.

Dieses ist Grün, der Garten noch etwas sporadisch und nicht ganz fertig angelegt, aber warum auch nicht…